ORIENTIERUNG    

Nr. 13/14   15./31. Juli 1999 PDF ansehen / Nummer bestellen

KIRCHENTAG 1999
«Ihr seid das Salz der Erde»: 28. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Stuttgart (16.–20. 6. 1999) – Im Schnittpunkt alter Salzstraßen gelegen – 50 Jahre Kirchentag – Weltzugewandte Frömmigkeit und Laienbewegung – Verbunden mit der weltweiten Ökumene – Wandel der Arbeitsweise in den sechziger Jahren – Werkstatt des württembergischen Pietismus – Auseinandersetzung um den Ort des interreligiösen Dialogs – Der Streit um die Judenmission – Die Debatte muß weitergehen – Der Dialog mit der katholischen Kirche – Führt die Amtsfrage in eine aporetische Situation? – Der Kosovo-Krieg und die Notwendigkeit eines neuen Politikbegriffes.
Nikolaus Klein

SCHWEIZ
Ein neuer Gesellschaftsvertrag? Anmerkungen zur Ökumenischen Konsultation zur sozialen und wirtschaftlichen Zukunft – Suche nach längerfristigen Perspektiven und konkreten Handlungsanweisungen – Die Auseinandersetzung um einen «neuen» Gesellschaftsvertrag – John Rawls Theorie vom Gesellschaftsvertrag – Vollbeschäftigung und Wirtschaftswachstum als Grundlagen des sozialen Friedens – Die Folgen der Liberalisierung der Märkte – Innere Widersprüche wirken sich aus – Die fünf Grundwerte: Gerechtigkeit, Freiheit und Verantwortung, Mitbestimmung, Nachhaltigkeit und Solidarität – Einflußmöglichkeiten des politischen Handelns.
Markus Daniel Zürcher, Zürich

THEOLOGIE
Von der Postmoderne zurück zur Moderne: Adornos kritische Theorie als Anknüpfungspunkt für eine Theologie der späten Moderne – Der Weg zur Option für den armen Anderen – Die Hypotheken postmoderner Philosophie und Theologie – Die Petitio principii der Moderne – Die Dialektik von Identität und Differenz, von Präsenz und Absenz – Eine Gestalt von Hoffnung auf Versöhnung – Das «qualitative Subjekt» – Mit Adorno über Adorno hinaus – Für eine eschatologisch-gesellschaftskritische Theologie.
Saskia Wendel, Münster/Westf.

LITERATUR
«Und Gott geht durch alle Gassen»: Ödön von Horváth (1901–1938) und die Rede von Gott – Ein umfangreiches, vielgestaltiges literarisches Werk – Auseinandersetzung mit Gott als Leitmotiv – Wandlungen der Rede von Gott – Die von Gott verlassene Wirklichkeit – Ein utopischer Gegenentwurf – Literarische Neuorientierung im Spätwerk – Der Entwurf antifaschistischer «ethischer Modelle» – Literarische Anfragen an die Theologie.
Stefan Heil, Frankfurt/M.


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